Das Verhackert(e) ist eine der ursprünglichsten Spezialitäten Kärntens und fest in der bäuerlichen Esskultur des Bundeslandes Kärnten verwurzelt. Sein Ursprung reicht bis ins
Mittelalter zurück, als die bäuerliche Selbstversorgung überlebenswichtig war. Nach der Hausschlachtung wurde das Schweinefleisch möglichst vollständig verwertet, um Nahrung für lange Wintermonate haltbar zu machen. Aus diesem Bedürfnis heraus entstand das Verhackert(e): fein gehackter, gesalzener und gewürzter Speck, der in Holztrögen verarbeitet und luftdicht gelagert wurde.
Der
Name leitet sich vom „Verhacken“ des Fleisches mit dem Hackmesser ab – ein arbeitsintensiver Prozess, der oft gemeinschaftlich durchgeführt wurde. Gewürzt wurde traditionell nur sparsam mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und gelegentlich Kümmel, was den kräftigen Eigengeschmack des Specks betonte. Jede Region und oft jeder Hof entwickelte dabei seine eigene Rezeptur, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde.
250 g kosten zw.
6 - 8 Euro
Verhackert(e) war kein Alltagsluxus, sondern ein wertvoller Energielieferant für harte Arbeit in Stall und Feld. Serviert wurde es vor allem als Brotaufstrich auf dunklem Bauernbrot, begleitet von Sauergemüse oder einem Glas Most. Bis heute ist es fixer Bestandteil der Kärntner Jause und
Symbol für Bodenständigkeit und kulinarische Identität.
In der modernen Küche erlebt das Verhackert(e) eine Renaissance: Es wird bewusst regional produziert, oft nach alten Familienrezepten, und gilt als kulinarisches Kulturgut Kärntens, das Tradition, Handwerk und Geschmack auf einfache Weise vereint.
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