deine.UnterkunftGoogle MapsImpressumDatenschutz

Sport 2000 Putz

Naturschutzreferent der ÖAV Sektion Obergailtal-Lesachtal: Hannes Guggenberger, T. +43 660 3503271

2021-11-18

Noch heute ist der erfolgreiche Bürger*innen-Protest gegen die Freileitung über das Kronhofthörl DAS Paradebeispiel für eine gelebte "Alpenkonvention".


Nicht dagegen, sondern für eine bessere Lösung

Als bessere Lösung einigte man sich mit den Bauwerbern auf die Erdkabelverlegung entlang der bestehenden Plöckenpass-Straße.



Umspann-Kraftwerk gehört ins Industriegebiet

Seitens der AAE-Gruppe hat Ing. Wilfried Klauss (zuletzt in der Kleinen Zeitung vom 18.11.2021) Vorteile des Projektes mit "Zuverlässigkeit und Stabilität des Netzes" beschrieben. Für die Anbindung an die Gailtaler Freileitung wird ein neues Umspannkraftwerk benötigt und Herr Klauss hat hierfür einen wunderbaren Naturraum ausgewählt.

Der Alpenverein als "Anwalt der Alpen" und als Natur- und Umweltschutzorganisation spricht sich allerdings klar gegen die unnötige Verbauung des landwirtschaftlich genutzten Naturraums und Naherholungsgebietes "Rosskopf" aus!


Das nahe Industriegebiet

Für die Bauwerber rund um Herrn Klauss sollten die letzten Meter über die Gail auch noch zu schaffen sein. Das nahe Industriegebiet rund um die MODINE/Apricum-Halle, nahe des geplanten AAE/Enercharge-Firmengebäudes, ... ist auch als Standort für das Umspannwerk besser geeignet, als ein unberührter Naturraum.


Kötschach-Mauthen als Alpenkonventionspilotgemeinde

Im heurigen Frühjahr wurde die Marktgemeinde Kötschach-Mauthen als eine von wenigen Pilotgemeinden Kärntens in den ehrenvollen Kreis jener Gemeinden aufgenommen, die die Umsetzung der Alpenkonvention auf kommunaler Ebene vorantreiben. Als Vertreter mit dabei, Bgm. Josef Zoppoth, der Verein energie:autark und die ÖAV Sektion Obergailtal-Lesachtal.


Gegen Bodenfraß

"Das neue Raumordnungsgesetz, das Anfang 2022 in Kraft tritt, biete den Gemeinden hierzu viele Möglichkeiten, etwa in Sachen Ortskernstärkung oder Verdichtung und gegen Bodenfraß. Gemeinsam mit den Baukulturellen Leitlinien des Landes habe man eine gute Grundlage für künftige Projekte und Entscheidungen erarbeitet", meint auch LR Daniel Fellner. (Nachzulesen in der Presseaussendung vom 14.10.2021)


Fazit: nicht dagegen, sondern für eine bessere Lösung für alle Bürger*innen und unter Berücksichtigung einer umfassenden Projektbeurteilung wird sich die ÖAV Sektion Obergailtal-Lesachtal unter Einbindung ihrer 3.500 Mitglieder, unter der Leitung von Naturschutzreferent Hannes Guggenberger, aktiv in die Standortdiskussion einbringen.

Rückfragen: Hannes Guggenberger, Naturschutzreferent
T. +43 660 3503271
hannes.guggenberger@gmx.net


Weiterlesen ...
Weiterleiten


2021-11-03


BERGSTEIGERDORF Mauthen … oder der Mut zur Wert(e)schöpfung
Den Alpenverein (ÖAV) mit seinen über 600.000 Mitgliedern kennt man als Verein für Bergsportbegeisterte. Ebenso bekannt, dessen unermüdliches Engagement für den Naturschutz.

...

Bergsteigerdorf

Die Abteilung Raumplanung des ÖAV hat 2008 gemeinsam mit dem österreichischen Umweltministerium und der Alpenkonvention das Projekt "Bergsteigerdörfer" ins Leben gerufen. Der Titel "Bergsteigerdorf" versteht sich als Qualitätssiegel und darf nur von Orten getragen werden, die einen strengen Kriterienkatalog (Bewahrung von Kultur und Tradition, nachhaltiger Tourismus, ortstypische Bebauung, Vermarktung lokaler und regionaler Erzeugnisse, aktiver Natur- und Landschaftsschutz, sanfte Mobilität, …) erfüllen.

...

Naturschutz

Mit eigenen Ideen und überregionalen Projekten wie den jährlich stattfindenden "Umweltbaustellen" können sich die Jugendlichen vor Ort und im Netzwerk des Alpenvereins profilieren, weiterbilden und austauschen. Eigentlich "nur nebenbei" vermitteln wir ihnen, dass auch die Eltern- und Großelterngeneration verlässlich an Themen wie Umwelt-, Klima- und Naturschutz interessiert sind und ihren Teil beizutragen versuchen.

Wert(e)schöpfung

Knapp ein Drittel unserer über 3.000 Mitglieder sind unter 25 Jahre alt und sind für die gesamte ÖAV-Sektion in vielerlei Hinsicht ein klarer Auftrag. In einer immer komplexer werdenden Welt brauchen wir und braucht unsere Jugend ein klares Leitsystem. Daher suchen wir gemeinsam nach einer zeitgemäßen Balance der Ortsentwicklung und der Umweltnutzung.

...

Gemeinsam mit den Jüngsten der Gesellschaft bedeutet das raus aus der Komfortzone des Eigenheims und rein in die Abenteuer der Orts- und Naturerlebnisse. Mit einer gehörigen Portion Trendskepsis animieren wir immer mehr zum Mut der Mäßigung, denn viele Angebote an Kinder und Jugendliche sind Altbewährtes und die gewollte Rückbesinnung auf etwas, was schon einmal da war.

...

Mut zur Mäßigung

Als sozial-ökonomischer Auftrag ist das Qualitätssiegel "Bergsteigerdorf" der ideale Wegweiser in eine lebenswerte Zukunft. Wir stellen uns als Ortsgemeinschaft die Fragen woher wir kommen, wo wir sind und wohin wir wollen. Der Ort ist für uns Heimat, in der wir zeitgemäß wohnen, arbeiten, uns bilden, uns erholen, einkaufen, am Verkehr teilnehmen, … wollen. Nachhaltigkeit stellt dabei den unermüdlichen Kampf dar, lebbare Bedingungen für die ansässige Bevölkerung zu schaffen. Es gilt einen Ort und eine Gesellschaft neu zu erfinden, die sich anpassen können und widerstandsfähig sind. Eine intakte Natur gibt uns dabei sehr oft die besten Beispiele.

...

Eine gemeinsame Vision

...

Wir wollen unseren Lebensraum mit einer zeitgemäßen Geschichte, einem neuen Narrativ beseelen. Dabei stehen lokale Identität, Tradition und Kultur im Mittelpunkt. Wir wollen altes und neues Wissen und die Fähigkeiten von BewohnerInnen und Neuankömmlingen so nutzen, dass unsere einmalige Landschaft noch vielen Generationen eine gute Heimat sein kann.
Das Bergsteigerdorf Mauthen soll sich auch zum raumplanerischen Leuchtturmprojekt für eine zirkuläre regenerative Ökonomie entwickeln. Wir wollen als Gesellschaft darauf achten, dass grundlegende Services des alltäglichen Lebens zentral vorhanden sind und Notwendigkeiten, wie das schnelle Internet und die e-Mobilität, für lokale Innovation genutzt werden. Wir fördern mit Kulturveranstaltungen die Möglichkeiten zum Wissensaustausch und als Bildungsangebot.

Um das gemeinsam entwickeln zu können, stellt der Alpenverein sein Organisationsnetzwerk, seine physischen und virtuellen Kommunikationsräume zur Verfügung, damit Visionen in partizipativen Entscheidungsprozessen gefunden werden.

...

Den vollständigen Artikel lest ihr im neuen Buch "Gailtaler Zeitsprünge".



Weiterlesen ...
Weiterleiten


2021-11-03


Mit der Gründung des Alpenvereins im Jahre 1862 wurde die Erschließung des Alpenraumes durch Hütten und Wege eingeleitet. Aber schon sehr bald danach - und davon zeugen viele Schriftstücke - setzte sich der Alpenverein mit großem Einsatz für bedrohte Naturräume in den Alpen ein und wuchs neben dem Alpinismus und Hüttenwesen zu einer nicht wegzudenkenden Säule des Vereins heran. Bereits 1880 führte der Alpenverein erste Schutzwaldsanierungen durch und wies dabei immer auf die Bedeutung des Bergwaldes für die Menschen hin. Im Jahre 1927 wurde der Naturschutz in den Statuten des ÖAV schließlich verankert.


Zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes sowie zum umweltgerechten Bergsport

Anlässlich der Jahreshauptversammlung 2013 in Dornbirn wurde ein neues Grundsatzprogramm zum Thema Naturschutz beschlossen. Zuvor haben der Österreichische und Deutsche Alpenverein sowie der Alpenverein Südtirol das neue Grundsatzprogramm gemeinsam erarbeitet und jeweils angenommen.

In ihrer Doppelrolle als Bergsport- und Naturschutzorganisation, die mit Zielkonflikten verbunden ist und sich nur mit Kompromissen lösen lässt, setzen sich die Alpenvereine in ihrem gemeinsamen Grundsatzprogramm für ein maßvolles und umsichtiges Nützen sowie ein vorausschauendes Schützen des Alpenraums ein. Wichtigstes Ergebnis ist die Vereinheitlichung von Präambel und Leitlinien des Grundsatzprogramms mit dem Deutschen und Südtiroler Alpenverein. In den zentralen Fragen des Natur- und Umweltschutzes im Alpenraum werden ÖAV, DAV und AVS somit nach den gleichen Grundsätzen handeln.

Zuvor hatte es erstmals 1978 ein von der Hauptversammlung beschlossenes Grundsatzprogramm gegeben, es folgte das "Mittelfristige Arbeitsprogramm für den Natur- und Umweltschutz" (1992) sowie Leitlinien für den Alpenschutz "Helfen wir den Alpen" (1994).


Detaillierte Version

Das im Jahr 2013 vom ÖAV, DAV und AVS gemeinsam erarbeitete und beschlossene Grundsatzprogramm zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes sowie zum umweltgerechten Bergsport gilt als Richtschnur für unsere Arbeit und steht hier als PDF-Download bereit.


Aus- und Fortbildung mit Naturschutzbezug
Team Raumplanung und Naturschutz
Alpenkonvention


Weiterlesen ...
Weiterleiten









Bergsteigerdorf Mauthen, 2021-12-01
Weitwandern in den Südalpen: Karnischer Höhenweg • KHW 403
deine.Unterkunft info@bergsteigerdorf-mauthen.at Tel. 0043 699 12647680