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Sport 2000 Putz

Naturschutzreferent der ÖAV Sektion Obergailtal-Lesachtal: Hannes Guggenberger, T. +43 660 3503271

2022-04-25


(kaernten.ORF.at) Die Klimakrise hat weitreichenden Folgen auch für Kärnten, etwa in der Land- und Forstwirtschaft, das können Wetterexperten bereits beobachten. Aber auch der Betrieb in manchen Skigebieten, etwa auf dem Nassfeld könnte in absehbarer Zeit gefährdet sein, wenn es keinen Naturschnee mehr gibt.

Schon während der späten 1980er- und in den 1990er-Jahren hätte es viele schneearme Winter gegeben, sagte Gerhard Hohenwarter, von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Klagenfurt. Seit dem Jahr 2000 erlebte man im Gailtal sehr schneereiche Winter und das sollte für die kommenden 20 Jahre auch noch so bleiben, sagte Hohenwarter.


Aus für Skifahren in 20 Jahren

Doch nach diesen 20 Jahren könnte das Skifahren am Nassfeld der Vergangenheit angehören: "Wenn wir jetzt nichts tun, so wie wir es bisher in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gemacht haben, dann wird es für sämtliche Skigebiete, die eine ähnliche Höhenlage wie das Nassfeld haben, immer schwieriger werden, noch eine Beschneiung bewerkstelligen zu können und natürlich wird auch der Naturschnee immer weniger werden."

In der Forstwirtschaft sei der Klimawandel und der einhergehende Temperaturanstieg bereits zu spüren, sagte Hohenwarter: "Ganz deutlich sehen wir das bei der Fichte, weil die ein Flachwurzler ist. Wenn es da längere trockene Phasen gibt, dann leidet dieser Baum natürlich als erstes." Für geschwächte Bäume besteht dann im Winter große Gefahr durch starken Schneefall.


Boden trocknet aus

Längere trockene Phasen würden sich auch auf die Landwirtschaft auswirken, sagte Hohenwarter. "Wenn es dann im Sommer die typischen starken Niederschläge gibt, dann kann der trockene Boden die Feuchtigkeit schwerer aufnehmen, dadurch ist die Feuchtigkeit für den Boden selbst verloren."

Aufzeichnungen würden zeigen, dass die Temperatur im Gailtal seit den 80er-Jahren um zwei Grad angestiegen ist, sagt der Experte. Sollte der CO2-Verbrauch nicht gedrosselt werden, dann werde die Temperatur um weitere vier Grad steigen, warnt Hohenwarter.


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2021-11-03


BERGSTEIGERDORF Mauthen … oder der Mut zur Wert(e)schöpfung
Den Alpenverein (ÖAV) mit seinen über 600.000 Mitgliedern kennt man als Verein für Bergsportbegeisterte. Ebenso bekannt, dessen unermüdliches Engagement für den Naturschutz.

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Bergsteigerdorf

Die Abteilung Raumplanung des ÖAV hat 2008 gemeinsam mit dem österreichischen Umweltministerium und der Alpenkonvention das Projekt "Bergsteigerdörfer" ins Leben gerufen. Der Titel "Bergsteigerdorf" versteht sich als Qualitätssiegel und darf nur von Orten getragen werden, die einen strengen Kriterienkatalog (Bewahrung von Kultur und Tradition, nachhaltiger Tourismus, ortstypische Bebauung, Vermarktung lokaler und regionaler Erzeugnisse, aktiver Natur- und Landschaftsschutz, sanfte Mobilität, …) erfüllen.

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Naturschutz

Mit eigenen Ideen und überregionalen Projekten wie den jährlich stattfindenden "Umweltbaustellen" können sich die Jugendlichen vor Ort und im Netzwerk des Alpenvereins profilieren, weiterbilden und austauschen. Eigentlich "nur nebenbei" vermitteln wir ihnen, dass auch die Eltern- und Großelterngeneration verlässlich an Themen wie Umwelt-, Klima- und Naturschutz interessiert sind und ihren Teil beizutragen versuchen.

Wert(e)schöpfung

Knapp ein Drittel unserer über 3.000 Mitglieder sind unter 25 Jahre alt und sind für die gesamte ÖAV-Sektion in vielerlei Hinsicht ein klarer Auftrag. In einer immer komplexer werdenden Welt brauchen wir und braucht unsere Jugend ein klares Leitsystem. Daher suchen wir gemeinsam nach einer zeitgemäßen Balance der Ortsentwicklung und der Umweltnutzung.

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Gemeinsam mit den Jüngsten der Gesellschaft bedeutet das raus aus der Komfortzone des Eigenheims und rein in die Abenteuer der Orts- und Naturerlebnisse. Mit einer gehörigen Portion Trendskepsis animieren wir immer mehr zum Mut der Mäßigung, denn viele Angebote an Kinder und Jugendliche sind Altbewährtes und die gewollte Rückbesinnung auf etwas, was schon einmal da war.

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Mut zur Mäßigung

Als sozial-ökonomischer Auftrag ist das Qualitätssiegel "Bergsteigerdorf" der ideale Wegweiser in eine lebenswerte Zukunft. Wir stellen uns als Ortsgemeinschaft die Fragen woher wir kommen, wo wir sind und wohin wir wollen. Der Ort ist für uns Heimat, in der wir zeitgemäß wohnen, arbeiten, uns bilden, uns erholen, einkaufen, am Verkehr teilnehmen, … wollen. Nachhaltigkeit stellt dabei den unermüdlichen Kampf dar, lebbare Bedingungen für die ansässige Bevölkerung zu schaffen. Es gilt einen Ort und eine Gesellschaft neu zu erfinden, die sich anpassen können und widerstandsfähig sind. Eine intakte Natur gibt uns dabei sehr oft die besten Beispiele.

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Eine gemeinsame Vision

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Wir wollen unseren Lebensraum mit einer zeitgemäßen Geschichte, einem neuen Narrativ beseelen. Dabei stehen lokale Identität, Tradition und Kultur im Mittelpunkt. Wir wollen altes und neues Wissen und die Fähigkeiten von BewohnerInnen und Neuankömmlingen so nutzen, dass unsere einmalige Landschaft noch vielen Generationen eine gute Heimat sein kann.
Das Bergsteigerdorf Mauthen soll sich auch zum raumplanerischen Leuchtturmprojekt für eine zirkuläre regenerative Ökonomie entwickeln. Wir wollen als Gesellschaft darauf achten, dass grundlegende Services des alltäglichen Lebens zentral vorhanden sind und Notwendigkeiten, wie das schnelle Internet und die e-Mobilität, für lokale Innovation genutzt werden. Wir fördern mit Kulturveranstaltungen die Möglichkeiten zum Wissensaustausch und als Bildungsangebot.

Um das gemeinsam entwickeln zu können, stellt der Alpenverein sein Organisationsnetzwerk, seine physischen und virtuellen Kommunikationsräume zur Verfügung, damit Visionen in partizipativen Entscheidungsprozessen gefunden werden.

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Den vollständigen Artikel lest ihr im neuen Buch "Gailtaler Zeitsprünge".



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Bergsteigerdorf Mauthen, 2022-11-28
Weitwandern in den Südalpen: Karnischer Höhenweg • KHW 403
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