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Sport 2000 Putz
Seit 2.12.2023 ist der Plöckenpass gesperrt | Zum Medienspiegel ...

Ingo Ortner @ the Lounge
Jede öffentliche Diskussion um Verkehrslösungen wurde/wird heutzutage glücklicherweise sehr demokratisch geführt. Pläne und Vorhaben müssen rechtzeitig veröffentlicht werden und sind im Streitfall und bei Unklarheiten umgehend Inhalt von UVPs/Bürgerinitiativen. (wie z.B. Verein Osttirol Natur, Initiative Stop Transit - Osttirol, Initiative "gegenverkehr Lienz/Osttirol"). In diesem Zusammenhang ist immer wieder von der Alpenkonvention die Rede.


Die Alpenkonvention

Sie ist ein internationales Vertragswerk, das sich der Entwicklung des Alpenraums verpflichtet hat. Die Rahmenkonvention wurde am 7. November 1991 durch die Umweltminister der Alpenländer in Salzburg unterzeichnet.

In der allgemein gehaltenen Rahmenkonvention verpflichten sich die Vertragsparteien zur Konkretisierung der Ziele in sogenannten Durchführungsprotokollen.
  • Naturschutz, Kulturlandschaftsschutz und Landschaftspflege
  • Berglandwirtschaft
  • Raumplanung und nachhaltige Entwicklung
  • Bergwald
  • Tourismus
  • Energie
  • Bodenschutz
  • Verkehr
  • Streitbeilegung

Seit 2006 wurden zwei Ministerdeklarationen zu spezifischen Themenbereichen verabschiedet:
  • Deklaration Bevölkerung und Kultur
  • Deklaration zum Klimawandel

Hinweis: Die Bergsteigerdörfer sind ein viel beachtetes und gutes Umsetzungsprojekt der Alpenkonvention in seiner Allgemeinheit und inhaltlichen Breite. Die Alpenkonvention kann auch ganz konkrete rechtliche Folgen haben - wie zB beim Kronhofgraben.

Allgemein formuliert ist die Alpenkonvention kein Vertragswerk, das sich GEGEN Projekte richtet, sondern dabei unterstützt BESSERE Lösungen (auf Basis bereits bestehender Ressourcen) in einem breit angelegten Prozess zu finden.

Im Mittelpunkt steht die lokale Bevölkerung, deren Lebensraum, eine moderne Raumplanung, wirtschaftlich verträgliche Chancen und der Naturschutz in all seinen Facetten.





Verkehrslösung am Plöckenpass

Sobald die Alpenkonvention in der Diskussion um eine Verkehrslösung am Plöckenpass genannt wird, muss umfassend und breit gedacht und argumentiert werden.

Kötschach-Mauthen ist punkto Alpenkonvention in 3-facher Hinsicht bestens mit den Zielen und Möglichkeiten dieses Vertragswerks vertraut. Der Ortsteil Mauthen ist seit 2011 Bergsteigerdorf. Die Gemeinde seit 2021 eine von wenigen Kärntner Gemeinden, die als Pilotgemeinden an den Schulungsmaßnahmen in Mallnitz teilnahmen/-nehmen. Der Kronhofgraben gilt als 1. konkretes Beispiel, wo mit Hilfe der Alpenkonvention einen bessere Lösung - unter Berücksichtigung einer grenzüberschreitenden Bürger:innen-Initiative - für ein Bauvorhaben gefunden werden konnte.



Für den Plöckenpass gilt:
  • Es braucht eine demokratisch wertvolle Diskussion
    JA! die Transitdrohung ist ein wichtiges Argument. Aus den vielen Diskussionen rund um die Allemagna ist festzuhalten, dass die Alpenkonvention keine überdimensionierte Verkehrsverbindung (auf österreichischem Boden) zulässt. (siehe zB AV-Sillian, 2004)

    LKW Fahrverbot
    In der aktualisierten Version besteht seit 2007 ab Mittersill über den Pass Thurn ein LWK Fahrverbot > 7,5t. Wenige Ausnahmen sind in der Verordnung angeführt. (siehe Seite 9/16). Ein LKW Transit von Bayern über Osttirol, den Gailberg und weiter über den Plöckenpass ist seit vielen Jahren überhaupt nicht möglich.

    Weitergedacht ist zu betonen, dass der Fokus auf der regional lebenden Bevölkerung liegen muss. Ihnen muss Gehör geschenkt und faire, nachhaltig gute Lebens- und Arbeitsbedingungen ermöglicht werden

    Und weiter:

  • Die Verkehrsverbindung über den Kreuzberg ist nichts Neues, sondern eine bereits 2000 Jahre bestehende Verbindung über die Karnischen Alpen - Via Iulia Augusta

  • Vor und nach den Kriegswirren des 1. WK, als der Plöckenpass eine heiß umkämpfte Kriegsfront war, ist die grenzüberschreitende Region Carnia - Gailtal/Lesachtal - Drautal - Osttirol durch familiäre, gesellschaftliche und wirtschaftliche Freundschaften und einen regen Austausch geprägt.

  • Das Bergsteigerdorf Mauthen ist seit jeher Ausgangspunkt für die alpin-touristischen Wanderungen/Klettertouren in den Karnischen und Gailtaler Alpen. Als eines von 38 Bergsteigerdörfer ist das Bergsteigerdorf Mauthen im internationalen Projekt aktiv eingebunden und gleichzeitig vor Ort impuls- und ideengebender Leitfaden für die Gesamtentwicklung des Dorfs und der Region.

  • Die Bevölkerung auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze lebt ganz nach dem Motto "senza confini" und hat darauf aufbauend all ihre über-/regionalen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und touristischen Entwicklungspfade nachhaltig entwickelt. Dazu gehört der gegenseitig wertschätzende Besuch, gleich wie der Arbeitsmarkt, der Güteraustausch und Handel zwischen den beiden Regionen und die gemeinsame Nutzung von wertvollen Infrastrukturen (zB. die Aquarena, Nassfeld und der Zoncolan als überregionale Familien-Freizeitanlagen).

    "Senza confini" ist ein gelebter Friedensprozess


Seit 2.12.2023 ist der Plöckenpass durch einen unverhersehbaren Felssturz gesperrt und damit das "SENZA CONFINI" abrupt zum Schaden beider Regionen gestoppt. Kärnten und vor allem Friaul unternehmen zur Zeit alles, um diese passüberquerende Lebensader wieder zu öffnen.

In welcher Form und unter welchen naturgegebenen, nachhaltig vertretbaren Varianten, soll ein demokratisch geführter Diskussionsprozess ergeben. Bleibt zu hoffen, dass sich alle Teilnehmer daran halten.



#alpenkonvention #ploeckenpass #ploeckenpasspetition




Bei Fragen, Anregungen und/oder Ergänzungswünschen, ... bitte per E-Mail. Danke.
Falls auch ihr ein Thema berichtenswert erachtet bzw. selbst dazu schreiben wollt.
Ingo Ortner | T +43 699 12647680 | info@bergsteigerdorf-mauthen.at



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